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Überlegene Fortpflanzungsleistung: Übersehen Sie diese Faktoren?

Veröffentlicht am: September 18, 2023
Autor: Biochem Team
Zeit: 7 min read
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Die Fruchtbarkeit ist die Grundlage einer erfolgreichen Rinderzucht. Jeder zusätzliche Tag ohne Trächtigkeit, der über der empfohlenen Güstzeit von 90-Tagen liegt, hat erhebliche finanzielle Auswirkungen. Während der ersten 100 Laktationstage, welche die Hochleistungsphase einschließen, haben Kühe einen hohen Nährstoffbedarf, welcher das Angebot aus der Nahrung übersteigen kann. Darüber hinaus können gleichzeitig auftretende Stoffwechselstörung dieses Nährstoffdefizit zusätzlich verstärken, dies gilt- insbesondere für die Versorgung mit Spurenelementen.

Spurenelemente spielen bei vielen körperlichen Prozessen eine wichtige Rolle. Eine ausreichende Versorgung wirkt sich auf diverse Aspekte der Leistung und Gesundheit aus, darunter die Fruchtbarkeit, Klauenintegrität, Eutergesundheit, der antioxidative Status und die Immunfunktion. Ein Mangel oder eine unzureichende Verfügbarkeit von Spurenelementen kann zu stiller Brunst, verringerten Erstbesamungserfolgen und folglich zu längeren Zwischenkalbeintervallen oder zu schlechter Samenqualität führen.

Lahmheit und ihre Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit.

Lahmheiten sind nicht nur ein Tierschutzproblem, sondern auch ein wichtiger Faktor, der die Reproduktionsleistung von Kühen beeinträchtigt. Es wird geschätzt, dass bis zu 75 % der Kühe in Europa von Klauenerkrankungen betroffen sind. Da viele dieser Erkrankungen subklinisch verlaufen und nicht zwangsläufig mit einer Lahmheit einhergehen, wird das Problem von Landwirten möglicherweise unterschätzt.

Der Zusammenhang zwischen Brunstverhalten und Lahmheit wurde hinreichend beschrieben, wobei eine Reduktion der Brunstdauer und -intensität festgestellt werden konnte, sofern eine Lahmheit auftrat. Lahme Kühe werden seltener besprungen und zeigen weniger intensive Brunstzyklen (Abbildung 1). Obwohl eine Lahmheit das Brunstgeschehen verkürzt, scheint sie die Häufigkeit der Brunst nicht zu beeinflussen. Der durch Klauenprobleme verursachte Stress kann jedoch das Immunsystem beeinträchtigen und die Anfälligkeit für andere Erkrankungen erhöhen.

Abbildung 1: Die Auswirkung einer Lahmheit auf die Länge der Güstzeit bei Milchkühen.Abbildung 1: Die Auswirkung einer Lahmheit auf die Länge der Güstzeit bei Milchkühen. Kühe mit mäßiger Lahmheit (maximaler Locomotion Score 2) brauchten fast 13 Tage länger, um tragend zu werden im Vergleich zu nicht lahmen Kühen (maximaler Locomotion Score 1). Bei stark lahmenden Kühen (maximaler Locomotion Score ≥ 3) verlängerte sich die Güstzeit um fast 30 Tage im Vergleich zu nicht lahmenden Kühen (maximaler Locomotion Score 1). Verschiedene Buchstaben kennzeichnen signifikante Unterschiede zwischen den Locomotion Score-Mittelwerten (P < 0,001). Fürst-Waltl et al., 2021.

Mastitis - Sinkende Reproduktionsleistung.

Selbst Kühe aus gut geführten Milchviehherden, in denen modernste Methoden zur Mastitisbekämpfung angewendet werden, weisen insbesondere während der ersten 90 Laktationstage teilweise hohe Raten an subklinischen und klinischen Mastitiden auf. Letztere korrelieren negativ mit dem Reproduktionserfolg, da sie die Östrusintervalle beeinflussen und die Dauer der Lutealphase verkürzen.

Bei Kühen mit klinischer Mastitis kann es zu Störungen der normalen Fortpflanzungsphysiologie kommen. Dies schließt eine verminderte Pulsatilität des luteinisierenden Hormons, einen fehlenden Anstieg des luteinisierenden Hormons, eine stille Brunst, eine Unterdrückung des Östradiols und eine ausbleibende Ovulation ein. Während der Rastzeit kann eine klinische Mastitis die Anzahl der Tage bis zur ersten Besamung erhöhen sowie die Güstzeit verlängern (Abbildung 2).

Abbildung 2: Der Einfluss der Eutergesundheit auf den ReproduktionsstatusAbbildung 2: Der Einfluss der Eutergesundheit auf den Reproduktionsstatus. Bei Kühen mit klinischer oder subklinischer Mastitis vor der ersten Besamung zeigte sich eine verlängerte Rast- und Güstzeit im Vergleich zu gesunden Kontrollkühen ohne Mastitis (p < 0,05). Schrick et al., 2001.

Die Rolle von oxidativem Stress für die Fruchtbarkeit.

Während der Transitphase sind Milchkühe enormen physiologischen Herausforderungen ausgesetzt, welche zu einer negativen Energiebilanz, einem geschwächten Immunsystem sowie oxidativem Stress führen und letztlich die postpartale Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Hoher oxidativer Stress stört die Zellfunktion durch Protein- und Lipidperoxidation sowie durch eine veränderte Genexpression und Signalübertragung innerhalb der Zelle. Hierdurch können die Auswirkungen von metabolischem Stress auf die Fortpflanzungsfunktion begünstigt oder verstärkt werden. Oxidativer Stress kann darüber hinaus zu Spermienschäden führen, die eine verminderte Bullenleistung zur Folge haben.

Spurenelemente - Förderung der Fruchtbarkeit.

Zink besitzt wichtige reproduktive Funktionen. Es wurde beschrieben, dass ein Zinkmangel bei Rindern zu Unfruchtbarkeit, verlängerten Anöstrusintervallen, vermehrtem Auftreten von Nachgeburtsverhaltungen, einem höheren Besamungsaufwand  sowie einem höheren zu Abortrisiko führen kann. .

Zink ist zweifellos das am besten untersuchtes Spurenelement und spielt eine bedeutende Rolle bei der Immunantwort und der Krankheitsabwehr. Ein Zinkmangel kann die erste Verteidigungslinie - die Haut - schwächen. Da Zink für die Synthese und Reifung von Keratin erforderlich ist, gilt ein angemessener Zinkstatus seit langem als unerlässlich für eine gute Wundheilung.

Es hat sich gezeigt, dass Zink die somatische Zellzahl bei laktierenden Milchkühen verringern kann. Die Keratinauskleidung des Strichkanals schützt die Zitze vor einer bakteriellen Besiedlung. Diese Auskleidung geht während des Melkvorgangs verloren, sodass Keratin regeneriert werden muss, um die Schutzbarriere wiederherzustellen. Da Zink für die Keratinbildung unerlässlich ist, unterstreicht dies die Bedeutung dieses Spurenelements für die Aufrechterhaltung einer wirksamen Epithelbarriere innerhalb des Euters.

Die Klauenintegrität sowie die Abnutzungsrate der Klauen werden gleichermaßen durch das Futter beeinflusst, da das Klauenhorn ebenfalls aus Keratin besteht. Insbesondere Zink, Kupfer und Mangan sind bekanntlich wichtig für die Entwicklung und Erhaltung des Keratins, wohingegen Kupfer und Zink mit der Klauenhärte verknüpft werden. Tatsächlich wurde ein Zusammenhang zwischen einem Zinkdefizit und einem beeinträchtigten Gangbild in Milchviehherden festgestellt.

Neben der beschriebenen Bedeutung für die Keratinbildung werden niedrige Manganwerte mit verlängerter Brunst, stiller Brunst, erhöhten Abortraten und der Geburt lebensschwacher Kälber assoziiert. Mangan ist außerdem bedeutsam für die Festigkeit von Knochen und Bindegewebe. Ein adäquater Manganstatus fördert die Entwicklung starker Knochen und des Bindegewebes, was maßgeblich zu einer korrekten Beinform und Klauenstellung beiträgt.

Darüber hinaus hängt die Bindegewebsentwicklung von Kupfer ab, da dieses Spurenelement für die Vernetzung von Kollagen- und Elastinfasern benötigt wird. Demnach spielt Kupfer eine bedeutende Rolle für die Festigkeit und Elastizität sowohl des Klauenhorns als auch des Bindegewebes. Ein Kupfermangel kann zudem die Empfängnisrate reduzieren und den embryonalen Abgang sowie Nachgeburtsverhaltungen begünstigen - all dies hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und Fortpflanzung von Rindern.

Niedrige Selenwerte wurden bei Kühen mit Nachgeburtsverhaltungen, einem vermehrten Auftreten von Metritiden und Ovarialzysten in Verbindung gebracht. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass die Ergänzung von Selen den Schweregrad und die Dauer der akuten coliformen Mastitis verkürzt und die Inzidenz klinischer Mastitiden reduziert.

Auch die Rolle von Spurenelementen für die Funktion von Enzymen wurde eingehend untersucht. Verschiedene Enzyme des antioxidativen Systems enthalten Spurenelemente wie Kupfer, Zink, Mangan und Selen, welche für ihre ordnungsgemäße Funktion unerlässlich sind. Ein ernährungsbedingter Spurenelementmangel führt zu einer erheblichen Verringerung der antioxidativen Aktivität und damit zu oxidativen Schäden.

Des Weiteren können in Zeiten einer negativen Energiebilanz die Spurenelementversorgung und der antioxidative Status beeinträchtigt werden. Ein Mangel an Antioxidantien scheint sich langfristig bis in die präovulatorische Phase zum Zeitpunkt der Zucht auszuwirken, was auf anhaltenden zellulären Stress und oxidative Schäden zurückzuführen ist.

Es ist wichtig, oxidative Schäden durch die Stärkung antioxidativer Abwehrmechanismen bei Tieren mittels einer optimierten Aufnahme von Spurenelementen über die Nahrung auszugleichen. Dies gilt insbesondere während Stressphasen. Ein optimaler antioxidativer Status der Kuh zum Zeitpunkt der Zucht unterstützt die präovulatorische Follikelphysiologie und maximiert die Chance auf eine erfolgreiche Trächtigkeit.

Fertility Pack® Cattle - der Schlüssel zur Fruchtbarkeit!

Um einen ernährungsphysiologischen Nutzen zu liefern, müssen Spurenelemente absorbiert werden. Daher ist es nicht nur wichtig, insbesondere in Zeiten eines erhöhten Stresslevels Spurenelemente bereitzustellen, sondern auch die Quelle der Spurenelemente ist entscheidend. 

Anorganische Spurenelemente neigen zu antagonistischen Effekten im Darm, was zu einer ineffizienten Absorption und erhöhten Ausscheidung führt. Organische Spurenelemente, welche an Aminosäuren gebunden sind, zeigen eine höhere Stabilität sowie eine geringere Anfälligkeit gegenüber Antagonismen und Komplexbildungen. Dies bedeutet letztlich eine verbesserte Absorption.

Fertility Pack® Cattle wurde speziell für die Unterstützung der Fruchtbarkeit von Hochleistungsrindern entwickelt. Fertility Pack® Cattle beinhaltet hoch bioverfügbare, organisch gebundene Spurenelemente in Kombination mit Selen und Vitamin E und kann der täglichen Ration einfach hinzugefügt werden. 

Alle Komponenten in Fertility Pack® Cattle besitzen eine Relevanz für die Fruchtbarkeit. Die Kombination aus Spurenelementen unterstützt eine hohe Milchleistung, niedrige somatische Zellzahlen, eine effiziente Reaktion des Immunsystems und eine optimierte Klauenintegrität. 

Die Versorgung mit Mangan, Zink, Kupfer und Selen hat einen direkten Einfluss auf die Reproduktionsleistung von Zuchttieren. Gesunde Rinder sind solche, deren Bedarf an Spurenelementen gedeckt ist, um die Anforderungen einer hohen Produktivität und Reproduktion zu erfüllen. 

Lediglich gesunde Rinder haben einen Vorteil in Bezug auf die Fruchtbarkeit. Fertility Pack® Cattle unterstützt den Gesundheitsstatus Ihrer Rinder, verbessert die Euter- und Klauengesundheit und trägt zu einer gesteigerten Reproduktionsleistung bei. 

Fertility Pack® Cattle ist der Schlüssel zu einer verbesserten Fruchtbarkeit!

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